„Wir haben immer mit den Nachbarskindern auf dem Hof gespielt, Staudämme und Baumhäuser gebaut“, erzählen Erwachsene heute gerne von ihrer Kindheit.

Heute fehlen Kindern oft die Anreize und die Zeit für solche Aktivitäten. In der Küche hängen Stundenpläne und Terminkalender, Freunde erreicht man am besten per Telefon oder SMS anstatt sie draußen auf der Straße zu treffen. Viele Kinder machen Sport, Theater, Nachhilfe, Tanzen, Fremdsprachen und Musikschule gleichzeitig, andere bekommen Ritalin gegen Hyperaktivität, wieder andere erzählen am Liebsten von der virtuellen Welt ihrer Computerspiele. In der immer wieder aktuellen Diskussion rund um Erziehung, Kindheit und Jugend sind nicht nur wir der Auffassung: Kindern muss wieder mehr Raum und Zeit für eigenes Erleben eingeräumt werden.

Genau diesen Raum bieten unsere Gruppentreffen und Fahrten. Auf Fahrt müssen Kinder nicht in den Kalender gucken oder auf die nächste SMS warten. Morgens ist noch ungewiss, wo man abends schlafen wird, manchmal muss das Zelt im Regen aufgebaut werden – und das funktioniert nur, wenn alle mithelfen. Später, wenn am warmen Feuer das selbst gekochte Essen gelöffelt wird, sagt Eine stolz: „Ach, eigentlich war das doch gar nicht so schlimm! Das bisschen Regen...“. Auf Fahrt und bei regelmäßigen Guppentreffen wird viel zusammen gelacht, musiziert, geredet und gesungen und nebenbei an Staudämmen und Baumhäusern gebaut. Langeweile gibt es selten und wenn doch, dann liegt man dabei gemütlich auf der Wiese. Die reine Mädchengruppe stellt einen bespiellosen Rückzugsort dar. In ihrer Gruppe lernen die Mädchen Feuer machen, werkeln, dass Norden da ist, wo die Kompassnadel hinzeigt, und nebenbei Verantwortung und Selbstständigkeit. Getreu dem Prinzip der „Jugendbewegung“ sind die Gruppenleiterinnen keine erfahrenen Pädagoginnen: Die Fahrtengruppen werden von Mädchen geleitet, die selbst nur ein paar Jahre älter sind, schon oft auf Fahrt waren, die ihre Erfahrungen gerne weiter geben möchten, und sich ihrer Verantwortung für die Gruppe bewusst sind.

Der Laninger Wandervogel ist ein weltoffener Bund. Wir stehen für eine bunte kulturelle Vielfalt in unserem Bund und unserer Gesellschaft und sehen diese als Bereicherung. Wir stehen ein für die gleichen Rechte und Chancen aller Menschen, unabhängig von ihrem Geschlecht, ihrer kulturellen Identität, ihrer Staatsbürgeschaft, ihrer ethnischen Herkunft und ihrer Religion. Unser Bund ist konfessionell und parteipolitisch unabhängig. In diesem Sinne fördern wir die Entwicklung und individuelle Entfaltung der uns Anvertrauten zu wachen, verantwortungsbewussten, selbstständigen und mutigen Frauen. Wir verurteilen jegliche menschenfeindliche und diskriminierende Einstellungen und lehnen insbesondere völkisches, nationalistisches, rassistisches Gedankengut und Handeln geschlossen ab.

Wer Spaß daran hätte, mit uns Abenteuer zu erleben, kann sich einfach bei uns melden (siehe"Kontakt"). Dann erfahrt ihr, ob es schon eine Gruppe in der Nähe gibt und ob wir demnächst eine Fahrt machen, an der Interessierte teilnehmen können.

 

 Laninger Wandervogel - Mädchenbund -

Wandervogel Mädchen auf Fahrt.

Für Eltern